[REZENSION] Nevernight – Die Prüfung

Buch: Nevernight, die Prüfung

Autor: Jay Kristoff

Reihe: Ja, Band 1

Original: Englisch

Erschienen: August ’17

Klappentext: In einer Welt mit drei Sonnen, in einer Stadt, gebaut auf dem Grab eines toten Gottes, sinnt eine junge Frau, die mit den Schatten sprechen kann, auf Rache.
Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio grossgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die »Rote Kirche«. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschliessen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet …(Quelle: fischer tor)

Meine Meinung

Nevernight ist ein Buch, welches ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Eigentlich stehe ich nicht auf diese Art von Fantasybücher, dennoch wurde ich zum Kauf dieser Geschichte überredet. Warum das Buch haarknapp dann doch 5 Sterne von mir erhalten hat, erfahrt ihr jetzt:

Wo soll ich nur anfangen….. Der Weltenaufbau in Nevernight ist äussert eindrucksvoll und lässt eine Menge Spielraum für Interpretationen zu. Gottesgrab ist wie der Name schon sagt, auf einem Skelett eines toten Titanen erbaut worden und demensprechend wurden die Viertel in dieser Stadt nach den verschiedenen Bereichen des Skelettes benannt. Auch die Idee mit den drei Sonnen mag Kritikerin nicht sehr originell vorkommen, meiner Meinung nach habe ich aber etwas vergleichbares noch in keinem Buch gesehen. Besonders erstaunt hat mich die Schule der Assassine die ,,rote Kirche“. Ich möchte aufgrund von Spoilern nicht allzu sehr ins Detail gehen, aber ihr Aufbau und Bedeutung in der Geschichte fand ich genial.

Das Hauptargument warum ich mich schliesslich doch für dieses Buch entschieden habe (neben den unzähligen Blogposts, Instagrammbilder und Twittermitteilungen) war die Gegenwart der Götter. Sie sind im ganzen Buch präsent, auch wenn sie nie wirklich auftauchen. Jay Kristoff hat mit Nevernight durchaus einen erwachsenen Variante von Percy Jackson geschrieben, bei welchem die verschiedenen Göttern am Weg unserer Protagonisten beteiligt sind.

Dieser Weg ist als Leser einfach unglaublich interessant und atemberaubend mitzuerleben. Mia als Charakter vereint sowohl die guten, wie auch die schlechten Eigenschaften der Menschen und als Protagonisten gehört sie für mich zu den eindrücklichsten Personen in der Bücherwelt. Ich konnte ihre Handlungen immer nachvollziehen und obwohl ihre Vergangenheit und Gegenwart nicht einfach sind, um nicht zu sagen einfach schrecklich, hatte ich nie das Gefühl mit ihr Mitleid haben zu müssen. Sie ist sehr stark und ich an ihrer Stelle hätte genau das Gleiche gemacht.

Auch mit den Nebencharakteren hat Jay Kristoff bei mir punkten können. Sowohl Tric wie auch die verschiedenen Lehrpersonen waren individuell gestaltet und mit so vielschichtigen Persönlichkeiten ausgestattet worden, dass man als Leser mit dem Verarbeiten dieser kaum mehr hinterher kam.

Obwohl mir im Vorfeld häufig vom eher schwierigen Schreibstil berichtet wurde, kann ich diesem Argument nur bedingt zustimmen. Jay Kristoff schreibt im vielen Metaphern und sehr bildlich, mein Lesefluss stört das aber nur bedingt. Auch die Idee mit den Fusszeilen fand ich cool, wenn auch etwas störend.

Bevor wir noch zu den Kritikpunkten kommen möchte ich hier nur kurz einen Satz zum Ende sagen: What the hell!! Die letzten ca. hundert Seiten habe ich nicht vorhergesehen und der Autor hat mich perfekt auf die falsche Fährte geführt. Eine Meisterleistung.

Bis hier her liest sich meine Rezension wie eine Lobeshymne, was das Buch eigentlich auch verdient. Aber, mussten diese Erotikszenen wirklich sein?!! Wenn ich Lust auf solche Sachen hätte, würde ich mir Fifty Shades of Grey holen. Diese Szenen haben mir das Buch fast versaut und ich verstehe einfach nicht warum genau das für die Geschichte notwendig war. Klar ist Evernight kein Jugendbuch und laut dem Autor waren diese Erfahrungen für Mias Persönlichkeitsentwicklung wichtig, aber übertreiben muss man es nicht.

Fazit

Evernight hätte das Potenzial zum meinem absoluten überraschenden Jahreshighlight, leider wurde das jedoch durch die völlig unnötigen Erotikszenen brutal gedämpft. Trotzdem werde ich dem Buch haarscharfe 5 Sterne geben, weil Jay Kristoff mich mit allem anderen überzeugen konnte.

 

Schriftzug Laura

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[REZENSION] Zwei an einem Tag

Buch: Zwei an einem Tag

Autor: David Nicholls

Original: Englisch

Erschienen: Mai ’11

Klappentext: Gerade stelle ich mir dich mit vierzig vor!« Es ist der 15. Juli 1988, und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?

Meine Meinung

Zwei an einem Tag fiel mir spontan bei meinen Verwandten Zuhause in die Hände und da ich den Film damals unglaublich langweilig fand, wollte ich der Geschichte rund um Emma und Dexter in Buchform eine zweite Chance geben. Vorneweg sei gesagt, das dass Buch definitiv besser ist als der Film, leider aber auch nicht ganz zu überzeugen weiss. Wieso und weshalb, kommt jetzt:

Die Geschichte beginnt mit der Nacht, welche Dexter und Emma auf dem College ,,zusammen“ verbringen und grossen Einfluss auf ihr weiteres Leben haben wird. Mir persönlich war es beim lesen schleierhaft, wieso die beiden sich seit dieser Nacht nicht mehr vergessen können. Meiner Meinung nach haben die beiden nichts gemeinsam und unvergesslich war diese Zeit auch nicht wirklich. Trotzdem verfolgt man als Leser die ,,Liebesgeschichte“ der beiden über die Jahre hinweg, bis sie sich schlussendlich irgendwo wieder treffen und sich plötzlich auf diese Nacht besinnen und wie sie einander doch lieben würden. *Hier bitte Geigenmusik und fliegende Rosenblätter vorstellen*

Kennt jemand von euch ,,Love Rosie“? Zwei an einem Tag hat ein ähnliches Konzept, welches aber viel schlechter umgesetzt wurde. Ich fand die Chemie zwischen Dexter und Emma hat nicht gestimmt und das Konstrukt um ihre ,,Beziehung“ war unglaubwürdig und teilweise sehr nervig. Während Emma dem Typen das ganze Buch lang hinterher trauert und vor sich hin jammert, geniesst Dexter das Leben bis ihm einfällt das es da ja noch eine Frau gab. Mehr als einmal wollte ich Emma richtig durchschütteln.

Apropos durchschütteln und aufregen, zum grössten Kritikpunkt komme ich ja erst noch: Dexter. Ein unglaublich arrogantes Arschloch, welcher die Anderen nur benutzt und sich dann wundert wieso niemand mehr da ist. Dexter war mir so dermassen unsympathisch so was habe ich in Bücher wirklich selten.

Dadurch das man die beiden Charaktere ihr ganzes Leben lang begleitet, wurden die Kapital dementsprechend gestaltet. Jedes Kapital beschreibt einen anderen Tag und das Datum ist jeweils die Kapitelüberschrift. Das Buch ist ausserdem in verschiedene Teile unterteilt, welche ca. einem Jahrzehnt im Alter der Charaktere entspricht.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen aber sonst nichts besonderes.

Fazit:

Obwohl ich ,,Love, Rosie“ wirklich mochte, konnte mich ,,zwei an einem Tag“ nicht überzeugen. Neben den unsympathischen Protagonisten, war mir das ganze zu unglaubwürdig. Zum Ende sage ich jetzt besser mal nichts. Von mir gibt es 3/5 Sternen

Schriftzug Laura

 

[SUB DEN SOMMER] Fazit

Vor ein paar Wochen habe ich voller Motivation über meine Teilnahme an der Sommer Challenge berichtet. Leider ist die Challenge letztes Wochenende zu Ende gegangen. In den letzten zwei, drei Wochen ist meine Motivation und meine Leselust in die Ferien geflogen und hat mich heulend und alleine zurück gelassen. Von den insgesamt 15 Aufgaben habe ich 6.5 erfüllt und meinen SUB nicht nachhaltig verkleinern können. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung an was das es lag, dass ich mich zu nichts mehr aufraffen konnte. Es ist ein wenig seltsam und sehr, sehr nervend. Trotzdem möchte ich euch heute die ,,sechs“ Bücher, welche ich gelesen habe vorstellen. Ich habe die Bücher jeweils nach den Aufgaben geordnet.

Aufgabe 6 Lies das eine Buch aus einem anderen Genre auf deinem SUB:

Als drittes Buch habe ich American Assassin beendet und ich muss gestehen, ich liebe dieses Buch. Es ist unglaublich spannend und hat einen Protagonisten, welcher einem durch seine Art in seinen Bann zieht. In diesem Buch geht es um Mitch Rapp, der seine Freundin bei einem Terroranschlag verliert. Daraufhin beschliesst er sich an den Verantwortlichen zu rächen. Die Geschichte dient übrigens auch dem gleichnamigen Film als Vorlage, welcher im Herbst ins Kino kommen soll. Ich bin sehr gespannt wie sie das Buch umsetzten.

4/5 Sternen

 

 

Aufgabe 10 Lies ein typisches Sommerbuch:

Vom Klappentext her klang ,,der Engel von Paris“ damals in der Vorschau nach einem süssen, lockeren Sommerbuch im Jugendbuchbereich. Beim ersten Lesen bzw. beim durchblättern habe ich aber schnell festgestellt, dass es definitiv kein Jugendbuch ist und so habe ich es bis jetzt auf dem SUB versauern lassen. Gleich am ersten Wochenende der Challenge habe ich mich aber dazu entschlossen, dem Buch noch einmal eine Chance zu geben und wurde dieses Mal positiv überrascht. Der Engel von Paris erzählt die Geschichte von Marie der ihr Schutzengel begegnet und sich gehörig in ihr Leben einmischt. Das Buch sticht deshalb aus der Menge heraus, weil sowohl die Hauptperson wie auch die Nebencharaktere kein einfaches Leben haben und alle ihren Rucksack zu tragen haben. Die Idee mit dem Schutzengel fand ich wunderschön und am Ende musste ich fast weinen. Eine melanchonische und unterschwellig traurige Geschichte, welche aber zu überzeugen weiss. 4.5/5 Sternen

 

Aufgabe 11 Lies ein Buch mit Sommerfarben auf dem Cover:

Eine zeitlang war ich total abhängig von den ,,Freche Mädchen, Freche Bücher“ – Bücher von Bianka Minte-König. Vor ein paar Jahren habe ich per Zufall ihre Reihe für Erwachsene entdeckt und konnte nicht widerstehen. Leider konnte mich die Geschichte auch hier beim ersten lesen nicht überzeugen und so versauerte das Buch seither auf dem SUB. Spontan habe ich es dann aber für die Challenge ausgewählt und siehe da, das reifen auf dem Stapel hat nicht geschadet. Dieses mal mochte ich das Buch sehr und habe es innerhalb von zwei Tagen durch gehabt. Als Leser fühlt man sich sofort in die Zeit der Jugendbuchreihe der Autorin versetzt, auch wenn ,,Liebe? Jetzt sofort!“ deutlich für Erwachsene geschrieben wurde. 3.5/5 Sternen

 

Aufgabe 5: Lass die anderen Teilnehmer (z.B. durch eine Twitterumfrage) entscheiden, was du liest

 

 

Bei der Umfrage haben sich die Twitteruser deutlich für ,,The Hate U Give“ entschieden. Meine mehr oder weniger ausführliche Meinung zu diesem Buch findet ihr in meiner Rezension hier auf dem Blog.4/5 Sternen

 

 

 

Aufgabe 12: Lies ein Buch das nicht 2017 erschienen ist

2014 oder 2015 habe ich das Taschenbuch zu ,,Engelsnacht“ geschenkt bekommen und seither liegt es auf dem SUB. Ich denke es liegt dort, weil ich sehr viele schlechte Meinungen zu dem Buch gelesen habe und selbst letzte Woche wieder mitbekommen habe, wie jemand die Geschichte in der Luft zerriss. Trotzdem habe ich mich in der letzten Woche der Challenge an den Wälzer getraut und ehrlicherweise fand ich es nicht unglaublich schlecht. Es weist zwar ziemlich viele Klischees aus dem Jugendbuchbereich auf und der Klappentext enthüllt bereits das grosse Geheimnis, dennoch fand ich es angenehm zu lesen und auch ein klein wenig spannend. Ob ich die Reihe aber weiterlesen werde, weiss ich jetzt noch nicht. Leider habe ich Engelsnacht wegen 70 Seiten nicht am Sonntag fertig lesen können, weswegen ich diese Aufgabe nur halb zählen werde. 3.5/5 Sternen

 

Aufgabe 13: Lies ein Buch, das in einem anderen Land spielt:

Für diese Aufgabe habe ich ,,Everflame“ von Josephine Angelini gelesen und war positiv überrascht. Auch zu diesem Buch habe ich mehrheitlich nur schlechte Rezensionen gelesen und kann es nach Beenden der Geschichte nicht nachvollziehen. Für mich war die Geschichte spannend und ich flog beim lesen nur so über die Seiten. Klar kann man nun argumentieren das die Autorin keine innovative Idee als Basis der Story hatte und die Protagonistin zwischenzeitlich eher unsympathisch gewirkt hat, dennoch war für mich das Endergebnis positiv. Bei dieser Reihe könnte ich mir vorstellen weiterzulesen. 4/5 Sternen

 

Aufgabe 15: Halte das Buchkaufverbot ein:

Die wohl schwierigste Aufgabe von allen war das Buchkaufverbot. Aber auch das konnte ich mit Mühe und Not einhalten. Zwar sind ein paar neue Bücher bei mir eingezogen, diese stammen jedoch von einer Bestellung welche ich vor Beginn der Challenge getätigt habe und bis dahin noch nicht eingetroffen sind.

 

Mein Schlussfazit der Challenge ist durchwegs positiv. Ich habe zwar nicht alles geschafft was ich mir für die Zeit vorgenommen habe, dennoch war es toll sich mit den Teilnehmerinnen und Organisatorinnen der Challenge immer wieder auszutauschen. Ein grosses Danke geht an Anna und Tabi fürs organisieren, ihr seit der Hammer 🙂

 

© Quelle der Bilder: Thalia.de

 

Schriftzug Laura

[REZENSION] The Hate U Give

The Hate U Give

Buch: The Hate U Give

Autorin: Angie Thomas

Erschienen: 24.07.2017

Reihe: nein

Original: Englisch

 

Klappentext:

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung

Als Leser kommt man an ,,The Hate U Give“ dieses Jahr nicht vorbei. Überall wird darüber geschrieben, gepostet oder debattiert. Fast jeder liebt und vergöttert dieses Buch und fast alle Leserinnen und Leser geben der Geschichte rund um Starr volle Punktzahl. Warum mich das Buch leider nicht ganz überzeugen konnte erfahrt ihr jetzt.

Starr als Hauptcharakter wäre von der Idee her ein absolutes Highlight. Leider hatte ich aber im Laufe der Geschichte grosse Mühe mit ihren Handlungen. Sie erlebt gleich am Anfang ein traumatisches Erlebnis als ihr Freund erschossen wird, aber statt für ihn einzustehen macht sie sich mehr Sorgen was ihre reichen Freunde von der Sache halten könnten. Klar kann man als Leser eine solche Situation zum Glück nicht aus eigener Erfahrung teilen, aber immer wenn wieder ein Bericht im TV über die Polizeigewalt in Amerika auftaucht will ich das ändern. Und ich sitze meilenweit davon entfernt. Für mich waren und sind ihre Probleme nicht nachvollziehbar.

Ebenso meine Probleme hatte ich mit ihrem Vater. Seine Art die Familie seinem Willen zu unterwerfen und alles kontrollieren zu wollen, ging mir gehörig auf den Zeiger. Mir ist nicht klar wieso Starr’s Mom bei diesem Mann geblieben ist. Gegen Ende der Geschichte hat zwar auch er eine Verwandlung durchgemacht, aber seinen schlechten Eindruck vom Anfang konnte er zumindest bei mir nicht mehr wettmachen.

The Hate U Give konnte mich anstelle der Charakteren mit dem Plot überzeugen. Obwohl ich das Buch in Englisch gelesen habe und es teilweise sehr viel Slang drin hat, flog ich nur so über die Seiten. Meiner Meinung nach hat die Autorin ein perfektes Bild der momentanen Situation in den USA dargestellt. Obwohl man nur als Leser an der Story beteiligt war, konnte man die aufgeladene Stimmung unter der Bevölkerung fast schon greifen. Besonders gefallen haben mir auch die verschiedenen Nebenhandlungen, welche schlussendlich aufgezeigt haben, wie schlimm und trotzdem positiv die Bevölkerung lebt.

Ebenso fasziniert war ich, als ich das Kennenlernen zwischen Starr’s Freund und ihrem Vater gelesen habe. An diesem Beispiel erkennt man sehr gut, wie schlimm die gegenseitigen Vorurteile und Abneigungen doch verwurzelt sind und wie die Polizeigewalt alles nur noch schlimmer macht.

Vom Schreibstil her hat Angie Thomas alles Bekannte noch einmal getoppt. Mit der Einbringung des Slangs wurde das Leben zwischen reich und arm noch viel greifbarer.

Fazit:

Ein brandakuelles Thema, welches von der Story her perfekt umgesetzt wurde, leider aber durch die unsympathischen Charaktere Punkte verliert. Ich bin sehr gespannt, wie der Film umgesetzt wird.

Von mir gibt es 4/5 Sternen

Schriftzug Laura

 

{Rezension} A Beautiful Composition of Broken by r.h. Sin

Author: r.h. Sin
Title: A Beautiful Composition of Broken
Sites: 480 pages
Publisher: Andrews McMeel Publishing
Preis: 19,99 $ (Paperback)
Release date:
June 25, 2017

 

 

Blurb

A Beautiful Composition of Broken is inspired by some of the events expressed artistically by Samantha King in the bestseller Born to Love, Cursed to Feel. It serves as a poetic documentary of the lives of people who have been mistreated, misunderstood, and wrongfully labeled in a way that limits them in this world. The author’s most personal volume yet, A Beautiful Composition of Broken builds a conceptual bridge between r.h. Sin’s earliest work and his forthcoming series, Planting Gardens in Graves.

 

My opinion

Good things

  • Relatable poems. Everybody knows these kind of situations in life so it`s not a topic nobody understand. It`s really important to know that you are not alone with your feelings.
  • Much meaning. Even though most of the poems are very short the poems have much meaning behind them. Some poems stucked in my head after I read it and this is the proof for me that it has inspired me to think.
  • I like how the author writes things. The words were well chosen. I had not the feeling that the author just wrote the things. In the words you can see what these things mean to the author. It feels very honest from them.

 

Bad things

  • To much love. Most of the time I had the feeling that it`s only about a failed relationship and not about „the lives of people who have been mistreated, misunderstood, and wrongfully labeled“ like the blurb said
  • Very short. I don`t have problems with short poems but the book is full of them. Like the auther only wanted to make as much poems as possible.

 

Conclusion

It`s a book full of sad and short poems that inspire you to think. For me it was not as good as I hoped because there are too many short ones and too many about a failed relationship.

 

Because of this the book gets 3 stars from me

★ ★ ★

 

Thanks to netgalley.com and the publishing house Andrews McMeel Publishing

for this review copy.

Schriftzug Lele3

{Rezension} Marthas Widerstand von Kerry Drewery

Autor: Kerry Drewery
Titel: Marthas Widerstand
Seitenanzahl: 447 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe; One
Preis: 16,00 Euro (Hardcover) //hier//
Erscheinungsdatum der Erstausgabe:
16.03.2017
Teil einer Reihe?
Ja

 

 

Klappentext

Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert?
Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht …
Quelle

Meine Meinung

halber-roboterDie Idee des Buches

Die Idee des Buches ist wirklich toll. Es handelt von einer dystopischen Welt, in der mit Hilfe von Technik über Leben und Tod von Straftätern entschieden wird. Jede vom Volk abgegbene Stimme zählt. Es wird schon im Klappentext deutlich, dass es sich um eine gesellschaftskritische Geschichte handelt. Was jedoch sehr klischeehaft ist, dass es wieder ein Jugendlicher ist, der die Gesellschaft aufrütteln möchte. Das gibt es heute in jeder Dystopie und ist sonderlich kreativ. Ich möchte Helden, die auch eine böse Seite haben und keine Ahnung haben, dass sie Helden sind und auch Helden, die keine Helden sein wollen. Doch sie möchte es unbedingt.

 

 

Der Aufbau der Geschichte

Der Aufbau ist verwirrend. Es gibt mehrere Erzählsichten, mehrere Handlungssträngen und in der Zeitform wird auch immer wieder rumgesprungen. Keine gute Vorraussetzung für eine gute Bewertung in dieser Kategorie.

Was mir am Aufbau gut gefällt ist, dass der Leser keine Ahnung hat was Martha getan hat und was sie dazu bewegt hat. So konnte ich als Leser mitraten. Leider wurde das aber auch viel zu lang gedehnt und man wusste einfach schon sehr schnell in welche Richtung es gehen würde (Achtung Spoiler: Dass die Hauptperson aus Liebe eine solche Last auf sich genommen hat, ist mir viel zu klischeehaft. Das gab es schon zu oft und als ich es heraus gefunden hatte, ist vieles langweilig geworden.).

Ich finde es gut eine Geschichte aus mehreren Perspektiven zu verfolgen, doch dieses Buch hatte damit einige Schwierigkeiten. So fand ich die Perspektive der Therapeutin, die von Martha und den Ablauf der „Show“ ausreichend und empfand die weiteren als irrelevant. Sie waren teilweise unnötig und/ oder nahmen die Spannung aus der Situation, was wirklich schade ist.

Zu dem Ablauf der „Show“ möchte ich allerdings auch noch etwas hinzufügen. Das war unglaublich unrealistisch, egal ob man jetzt von dem Ablauf oder von den Dialogen spricht. Nichts an dieser „Show“ fühlte sich echt an und viele Dinge wurden mehr als einmal dargestellt. Außerdem gab es auch Kapitel, die dem Leser nichts neues erzählt haben, also die Geschichte nicht voran gebracht haben.

Zu den verschiedenen Erzählformen komme ich jetzt. Ich fand die Erzählerwechsel nicht immer verwirrend, aber zu oft für ein gutes Buch. Immer weider wird zwischen der Vergangenheit und der Zukunft gewechselt, wobei man manchmal aus den Augen verliert, welche Emotionen und Gedanken sie in der Gegenwart hat und welche in der Vergangenheit. Das passt zwar schon ein wenig zu einer „verrückt-machenden-Gefangenschaft“, aber das kann man besser rüberbringen, als den Leser aus dem Lesefluss zu reißen.

 

Die Charaktere

Die Charaktere waren mir zu weit weg. Ich wusste nicht genug, um mich mit ihnen zu identifizieren beziehungsweise um mich für sie zu begeistern. Ja, ich hatte Mitleid mit Martha und wurde mit ihr zusammen immer mal wieder sehr emotional, aber sie ist (wie die anderen Charaktere in dem Buch) kein besonderer Charakter, der mir jetzt noch lange in Erinnerung bleiben wird. Weder durch ihre Gedanken, noch durch ihr Handeln oder anderweitig.

Über die anderen Charaktere in dem Buch erfährt man noch weniger. Dadurch bleibt immer eine gewisse oberflächliche Stimmung, mit der ich mich in einem Buch einfach nicht anfreunden kann.

 

halber-roboterDie Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat

Am spannensten waren tatsächlich die ersten Seiten und die letzten. Ansonsten wurde die Geschichte zwischendurch langweilig und eintönig. Da ich allerdings anfangs sehr mit Martha mitgefiebert habe und unbedingt wissen wollte was sie in das Gefängins gebracht hatte, habe ich das Buch bis spät in die Nacht gelesen. Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass andere schnell das Interesse verlieren, da es irgendwann nicht mehr spannend genug ist.

 

 

halber-roboterDie Schreibweise

Die Schreibweise ist – passend zu dem Buch – sehr jugendlich, aber reißt einen manchmal durch einen umständlichen Satzbau aus dem Lesefluss. Dazu gehören auch die Erzählwechsel (s.o.).

 

Sonstiges

  • Das ist die erste dystopische Welt, die ich nicht im Ansatz nachvollziehen kann. Es wird einfach viel zu wenig über die Gründe gespschrieben, wie es zu dieser „Volksabstimmun“ kommen konnte. Die wenigen Hinweise darauf, sind unschlüssig und ergeben teilweise keinen Sinn. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, wie aus unserer heutigen Justiz, ein solches System entstehn sollte. Und dazu sollte ich hinzufügen, dass ich deutlich weniger Probleme mit Dystopien wie „Die Tribute von Panem“ habe, als mit dieser Geschichte.

 

Fazit

Eine Geschichte mit viel Potenzial, welches nicht ausgeschöpft wurde. Durch eine verwirrende Erzählweise und „kalte“ Charaktere, kann man nur sehr schwer eine Beziehung zu der Geschichte aufbauen. Außerdem sorgt die fehlende Historie für eine unrealistische Welt.

Deswegen bekommt das Buch von mir 1,5 Sterne.

★ ☆

Vielen Dank…

an netgalley.de und dem Verlag One, die mir das Buch als Rezensionsexemplar bereitgestellt haben.

Schriftzug Lele3

[REZENSION] Lord of Shadows

Lord of Shadows

Buch: Lord of Shadows

Reihe: Ja, Band 2

Original: Englisch, erscheint im Oktober auf Deutsch

Autor: Cassandra Clare

Verlag: Margret K Mcelderry Books

Erschienen: Mai ’17

 

 

Klappentext:

Emma Carstairs has finally avenged her parents. She thought she’d be at peace. But she is anything but calm. Torn between her desire for her parabatai Julian and her desire to protect him from the brutal consequences of parabatai relationships, she has begun dating his brother, Mark. But Mark has spent the past five years trapped in Faerie; can he ever truly be a Shadowhunter again?

And the faerie courts are not silent. The Unseelie King is tired of the Cold Peace, and will no longer concede to the Shadowhunters’ demands. Caught between the demands of faerie and the laws of the Clave, Emma, Julian, and Mark must find a way to come together to defend everything they hold dear—before it’s too late (Quelle: Amazon.de)

 

Meine Meinung

2016 habe ich mit Lady Midnight mein Jahresflop gelesen, was mich unglaublich enttäuscht hat. Ich habe aber dennoch entschieden Lord of Shadows zu lesen, weil mich Cassandra Clare bis zu diesem Zeitpunkt noch nie mit einem Buch enttäuscht hat. Lord of Shadows wollte ich aber dieses Mal auf Englisch lesen, weil die Übersetzungen manchmal auch ihren Part an einem schlechten Buch leisten. Heute habe ich den zweiten Teil beendet und bin so froh das ich trotz des schlechten ersten Teils weiter gelesen habe.

Meiner Meinung nach waren die Charaktere in Lord of Shadows viel besser ausgearbeitet und der Fokus lag nicht mehr auf dem Liebesdrama zwischen Julian und Emma. Als Leser kann man diverse Szenen mit verschiedenen Charakteren erleben und so lernt man auch die Geschwister von Julian viel besser kennen. Die verschiedenen Sichtweisen wurden sehr schön als Stilmittel verwendet, um spannende Augenblicke noch spannender zu machen und durch die verschiedenen Blickwinkel verstand man als Leser manche Entscheide viel besser.

Lord of Shadows beginnt dort, wo Lady Midnight geendet hat. Emma und Julian versuchen immer noch alles zu begreifen und sich nicht zu sehr von einander ablenken zu lassen, was natürlich nicht klappt. Die Schattenjäger werden von einer grossen und neuen Macht bedroht und es müssen neue Bündnisse und Gefahren eingegangen werden. Besonders hat mir in diesem Band gefallen, dass auch viele alte Stars wieder aufgetaucht sind. Cassandra Clare verstrickt die Vergangenheit sehr gut mit der Gegenwart und vieles macht dadurch in den Vorgängern noch mehr Sinn.

Mein Favorit der Charaktere ist in LOS, Ty. Als Leser fiebert man mit ihm mit und insbesondere seine Beziehung zu seiner Zwillingsschwester und Kit waren meiner Meinung nach fast das spannendste im ganzen Buch. Interessant war auch die Geschichte hinter ein paar ,,Nebencharakteren“ und ich bin unglaublich stolz auf Frau Clare, was sie hier geschaffen hat. Es gibt nicht viele Autoren die sich eine solche Wendung trauen würden und ich hatte besonders im letzten Dritten des Buches ein unglaublich tolles Gefühl beim Lesen  (Exklusiv des Endes versteht sich).

Selbstverständlich macht der ganze Plot nicht viel her, ohne einen neuen Bösewicht der alles zerstören will. Netterweise gibt es davon in diesem zweiten Band mehr als genug und ich habe mich teilweise echt über eine gewisse Person tierisch aufgeregt, auf welche ich hier aber nicht näher eingehen will. Es gibt einfach Charaktere, bei denen hilft es auch nicht sie gegen die Wand zu klatschen.

Ein kleiner Satz über das Ende sei mir hier auch noch gegönnt, WAS ZUM GEIER?!! – Danke

Fazit: Lord of Shadows konnte mich endlich von sich überzeugen. Cassandra Clare hat bewiesen das sie immer noch den ,,Cassie“-Faktor hat und richtig gute Bücher schreiben kann. Teilweise plätscherte die Geschichte zwar ein wenig vor sich hin aber das Ende hat das ganze einfach noch mal wettgemacht. Ich freue mich sehr auf den dritten Teil. Von mir gibt es 4.5/5 Sternen

 

Schriftzug Laura

 

 

 

!!!!!!ACHTUNG SPOILER!!!!!

 

Normalerweise schreibe ich keine Rezensionen mit Spoiler aber ich möchte hier doch noch eine kleine Rubrik starten, in welcher ich mit euch über diverse Szenen und Theorien diskutieren möchte. Fangen wir an:

1.) Kit und Ty oder auch Kitty:

Ich weiss ja nicht wie es euch geht, aber für mich sind die beiden richtiges Shipmaterial. Schon von der ersten Begegnung an, konnte man eine gewissen Spannung zwischen den Beiden fühlen. Ein Gerücht besagt ja, dass es in einer neuen Reihe von CC um einen Blackthorn und einen Herondale gehen wird, wie cool wäre es denn Bitte wenn die beiden als Paar die Hauptprotagonisten der neuen Reihe werden? Ich drücke sehr, sehr fest die Daumen 🙂

2.) Ash

Nach dem Ende des Buches habe ich eine Rezension auf Youtube gesehen, in welcher die Theorie aufgestellt wurde das Ash der Sohn von Sebastian und der Feenkönigin ist. Das, meine Damen und Herren, wäre einfach mal der geilste Plottwist aller Zeiten.

3.) Clarys Traum

Als diese Stelle in der Geschichte kam musste in einen Moment inne halten. Ich hoffe wirklich nicht das Cassandra Clary umbringt. Mir würde das Herz brechen.

4.) Das Ende

Während der letzten 20 Seiten hatte ich überall mit Gänsehaut zu kämpfen und das bei Aussentemperaturen von 30 Grad. Mit dem Ende hat sich CC selber übertroffen, auch wenn es eines der schlimmsten Szenen überhaupt war. Wie konnte sie nur Livvy umbringen?! Ganz zu schweigen von Robert und den kranken Hexenmeister Magnus und Tessa. :O

5.) Annabel

Ihr Schicksal ist eines der schlimmsten in der Schattenjägerwelt. Jedoch werde ich das Gefühl nicht los, dass noch irgendwo ein richtiger Kracher hinter der nächsten Seite lauert und wir Annabel völlig falsch eingeschätzt haben.

6.) Das Baby

Eine Theorie besagt, dass eine der Charaktere schwanger sein könnte. Ich dachte während des Lesens immer an Emma, aber vielleicht ist es auch Clary.

7.) Diana

Einfach nur perfekt. Cassandra Clare hat sich mit ihrer Vergangenheit einfach nur einen Preis verdient für so viel Feinfühligkeit.

 

 

!!!  ENDE SPOILER!!!