[REZENSION] Dumplin‘

 

Buch: Dumplin‘

Autorin: Julie Murphy

Erschienen: Februar ’18

Original: Englisch

 

 

Klappentext:

Willowdean – „16, Dolly-Parton-Verehrerin und die Dicke vom Dienst“ – wird von ihrer Mutter immer nur Dumplin‘ genannt. Bisher hat sie sich in ihrem Körper eigentlich immer wohl gefühlt. Sie ist eben dick – na und? Mit ihrer besten Freundin Ellen an ihrer Seite ist das sowieso total egal.
Doch dann lernt sie den sportlichen und unfassbar attraktiven Bo kennen. Kein Wunder, dass sie sich hoffnungslos in ihn verknallt – dass er sie allerdings aus heiterem Himmel küsst, verunsichert sie völlig. Plötzlich macht es ihr doch etwas aus, nicht schlank zu sein.
Um ihre Selbstzweifel in den Griff zu bekommen, beschließt Will, sich der furchteinflößendsten Herausforderung in ganz Clover City zu stellen: Sie will am „Miss Teen Blue Bonnet“-Schönheitswettbewerb teilnehmen und allen – vor allem sich selbst – beweisen, dass die Kleidergröße für das ganz große Glück überhaupt keine Rolle spielt.

(Quelle: fischerverlage)

 

Meine Meinung

Charaktere

Dumplin‘: Dumplin ist vordergründig eine unheimlich starke, selbstbewusste und unabhängige Person. Leider wird sie im Laufe des Buches von anderen Charaktere sehr beeinflusst. Willowdean war bis zu diesem Zeitpunkt ein grosses Vorbild, welche sich und ihr Leben nun mal so nimmt wie es ist. Obwohl sie vielleicht innerlich in manchen Situationen unsicher ist, meistert sie den Alltag bravourös. Ich habe dieses Problem bereits in anderen Blogposts behandelt, aber hier spielt sich auch wieder das altbekannte Schema X ab. Wunderschöner, fast heroischer und götterähnlicher Junge taucht im Leben der eher unscheinbaren Protagonistin auf und die ist plötzlich mit sich und ihrer Welt nicht mehr zufrieden. Das fand ich etwas mühsam. Ausserdem fand ich ihr Verhalten gegenüber den anderen Mädchen unterste Schublade, man lässt keine Menschen im Stich, besonders wenn es ihnen ähnlich geht wie einem selber.

Die beste Freundin: Natürlich ist Ellen wunderschön, gertenschlank und die Verkörperung der Little miss perfekt. Während ich sie im ersten Teil des Buches wirklich gemocht habe, fand ich sie ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch zickig. Ihre Reaktion und ihr gesamtes Verhalten war mir teilweise sehr schleierhaft und nicht nachvollziehbar. Sie sollte doch als beste Freundin eigentlich wissen wie wichtig Dumplin diese Sache ist und das sie eine jahrelange Freundschaft so schnell in den Wind schiesst, naja.

Der Prinz Charming aka Bo, der Typ bei der Arbeit. Ganz ehrlich, seine Figur ist ziemlich klischeehaft. Gutaussehend reicht nicht, der Typ ist ein Adonis ähnlicher Halbgott, welcher mit einer gequälten Seele beglückt ist. Mir persönlich hat dies aber nicht so viel ausgemacht. Ein bisschen Klischee gibt es in Jugendbüchern immer und der Fokus der Geschichte liegt ja nicht hauptsächlich auf der Liebesgeschichte. Womit ich hingegen mehr Probleme gehabt habe, war sein Verhalten gegenüber Willowdean. Ganz ehrlich, der Typ war in manchen Szenen ein richtiger Vollarsch und da kann auch ein gutes Aussehen nicht über einen schlechten Charakter hinweg täuschen.

Die Gang rund um Millie. Ich bin ein grosses Fan dieser drei Mädels, da sie einfach einen Scheiss interessiert, was die anderen über sie denken. Jeder von ihnen hat eine eigene Geschichte und ein nicht der ,,Norm“ angepasstes Aussehen und trotzdem sind sie glücklich und ziehen ihr Ding durch. Ich war am Ende so stolz auf die drei.

Die Mutter: Willowdeans Mutter ist für mich neben den drei Mädels aus der Gang die interessanteste Person. An ihr wird wunderschön aufgezeigt, wie sehr die Menschen an einer bestimmten Sache hängen können und manchmal auch daran zerbrechen bzw. einfach nur noch in dieser Welt leben.

Inhalt

Im Grunde geht die Geschichte ja um ein Mädchen das mit sich selber (fast) immer zufrieden ist, einen Typen kennen lernt und danach an einem Schönheitswettbewerb teilnimmt um sich selber etwas zu beweisen. Was halte ich also davon? Ich bin bis auf den Teil mit der Beeinflussung von anderen Leuten, begeistert. Die Autorin hat mit Dumplin aufgezeigt, wie egal es eigentlich ist wie wir aussehen, solange wir uns selber mögen und damit umgehen können. Ich liebe die Botschaft des Buches, auch wenn sie ein paar Schwächen hat. Meiner Meinung nach ist die Liebesgeschichte zwischen Willowdean und Bo etwas unglaubwürdig. Ja ja, ich weiss, es gibt solche Liebesgeschichten aber so leid es mir auch tut, in der Realität ist es doch äussert selten. Bevor ihr mich also jetzt hasst, ich weiss von was ich spreche, ich bin nämlich Willowdean (abzüglich des Schönheitswettbewerbes).

Besonders gut haben mir aber die vielen kleinen Einzelheiten gefallen. Ich mochte die anderen Mädchen, ich liebe die Story rund um Dolly-Parton und die Erinnerungen von Willowdean daran. Die Autorin hat es auch geschafft am Rande auf verschiedene andere Themen einzugehen und ihre Meinung dazu aufzuzeigen.

Schreibstil 

Der Schreibstil war locker und einfach zu lesen.

Aufmachung 

Die Aufmachung des Buches ist dem Original sehr ähnlich. Ich mag das leichte Design, welches grossen Fokus auf Willowdean legt.

Fazit

Eine tolle Geschichte, welche eine enorm wichtige Botschaft erzählt: Sei wer du bist und vergiss die anderen. Leider hatten die Hauptcharaktere ein paar Schwächen, welche aber durch die richtig tollen Nebencharaktere wieder gut gemacht wurden. Wusstet ihr das die Geschichte schon verfilmt wurde? U.a. mit Jennifer Aniston. Und das schon bald ein Spinn-off rum um Millie rauskommen wird??

 

Schriftzug Laura

 

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2 Gedanken zu „[REZENSION] Dumplin‘

  1. Pingback: Rezension: Dumplin‘ – Sarah Ricchizzi

  2. Liebe Laura,

    eine wirklich schöne Rezension. Ich denke auch, dass an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig mehr Tiefe nicht geschadet hätte, dennoch war ich wirklich begeistert und fruee mich schon sehr auf das nächste Buch der Autorin!

    Liebste Grüße ❤ Jill

    Gefällt mir

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