[REZENSION] Nevernight – Die Prüfung

Buch: Nevernight, die Prüfung

Autor: Jay Kristoff

Reihe: Ja, Band 1

Original: Englisch

Erschienen: August ’17

Klappentext: In einer Welt mit drei Sonnen, in einer Stadt, gebaut auf dem Grab eines toten Gottes, sinnt eine junge Frau, die mit den Schatten sprechen kann, auf Rache.
Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio grossgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die »Rote Kirche«. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschliessen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet …(Quelle: fischer tor)

Meine Meinung

Nevernight ist ein Buch, welches ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Eigentlich stehe ich nicht auf diese Art von Fantasybücher, dennoch wurde ich zum Kauf dieser Geschichte überredet. Warum das Buch haarknapp dann doch 5 Sterne von mir erhalten hat, erfahrt ihr jetzt:

Wo soll ich nur anfangen….. Der Weltenaufbau in Nevernight ist äussert eindrucksvoll und lässt eine Menge Spielraum für Interpretationen zu. Gottesgrab ist wie der Name schon sagt, auf einem Skelett eines toten Titanen erbaut worden und demensprechend wurden die Viertel in dieser Stadt nach den verschiedenen Bereichen des Skelettes benannt. Auch die Idee mit den drei Sonnen mag Kritikerin nicht sehr originell vorkommen, meiner Meinung nach habe ich aber etwas vergleichbares noch in keinem Buch gesehen. Besonders erstaunt hat mich die Schule der Assassine die ,,rote Kirche“. Ich möchte aufgrund von Spoilern nicht allzu sehr ins Detail gehen, aber ihr Aufbau und Bedeutung in der Geschichte fand ich genial.

Das Hauptargument warum ich mich schliesslich doch für dieses Buch entschieden habe (neben den unzähligen Blogposts, Instagrammbilder und Twittermitteilungen) war die Gegenwart der Götter. Sie sind im ganzen Buch präsent, auch wenn sie nie wirklich auftauchen. Jay Kristoff hat mit Nevernight durchaus einen erwachsenen Variante von Percy Jackson geschrieben, bei welchem die verschiedenen Göttern am Weg unserer Protagonisten beteiligt sind.

Dieser Weg ist als Leser einfach unglaublich interessant und atemberaubend mitzuerleben. Mia als Charakter vereint sowohl die guten, wie auch die schlechten Eigenschaften der Menschen und als Protagonisten gehört sie für mich zu den eindrücklichsten Personen in der Bücherwelt. Ich konnte ihre Handlungen immer nachvollziehen und obwohl ihre Vergangenheit und Gegenwart nicht einfach sind, um nicht zu sagen einfach schrecklich, hatte ich nie das Gefühl mit ihr Mitleid haben zu müssen. Sie ist sehr stark und ich an ihrer Stelle hätte genau das Gleiche gemacht.

Auch mit den Nebencharakteren hat Jay Kristoff bei mir punkten können. Sowohl Tric wie auch die verschiedenen Lehrpersonen waren individuell gestaltet und mit so vielschichtigen Persönlichkeiten ausgestattet worden, dass man als Leser mit dem Verarbeiten dieser kaum mehr hinterher kam.

Obwohl mir im Vorfeld häufig vom eher schwierigen Schreibstil berichtet wurde, kann ich diesem Argument nur bedingt zustimmen. Jay Kristoff schreibt im vielen Metaphern und sehr bildlich, mein Lesefluss stört das aber nur bedingt. Auch die Idee mit den Fusszeilen fand ich cool, wenn auch etwas störend.

Bevor wir noch zu den Kritikpunkten kommen möchte ich hier nur kurz einen Satz zum Ende sagen: What the hell!! Die letzten ca. hundert Seiten habe ich nicht vorhergesehen und der Autor hat mich perfekt auf die falsche Fährte geführt. Eine Meisterleistung.

Bis hier her liest sich meine Rezension wie eine Lobeshymne, was das Buch eigentlich auch verdient. Aber, mussten diese Erotikszenen wirklich sein?!! Wenn ich Lust auf solche Sachen hätte, würde ich mir Fifty Shades of Grey holen. Diese Szenen haben mir das Buch fast versaut und ich verstehe einfach nicht warum genau das für die Geschichte notwendig war. Klar ist Evernight kein Jugendbuch und laut dem Autor waren diese Erfahrungen für Mias Persönlichkeitsentwicklung wichtig, aber übertreiben muss man es nicht.

Fazit

Evernight hätte das Potenzial zum meinem absoluten überraschenden Jahreshighlight, leider wurde das jedoch durch die völlig unnötigen Erotikszenen brutal gedämpft. Trotzdem werde ich dem Buch haarscharfe 5 Sterne geben, weil Jay Kristoff mich mit allem anderen überzeugen konnte.

 

Schriftzug Laura

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