[FILMREVIEW] Die Schöne und das Biest

Meine Meinung

Ich werde zu diesem Film auf die Inhaltsangabe verzichten, weil ich denke das Jeder die Geschichte um die junge Belle und ihren Prinzen kennt. Es ist schon eine Weile her seit ich den Film nun gesehen habe, dennoch möchte ich mir meine Meinung dazu nicht verkneifen.

Inhalt: 

Ich mag die Geschichte um Belle sehr gerne. Die Geschichte zeigt wunderschön auf wieso man nicht nur auf die Äußerlichkeiten gehen sollte. Daneben macht der Film deutlich, dass es nichts daran auszusetzen gibt seine Träume zu leben auch wenn sie sich manchmal hinter Unerwartetem wiederfinden. Im Grunde ist es eine traurige Geschichte um zwei unterschiedliche Persönlichkeiten, welche voneinander die grundlegendsten Tugenden des Lebens lernen und sich dann verlieben. 

Figuren: 

Belle ist eine junge Frau welche nicht in den Anforderungen bzw. den Vorstellungen ihres Dorfes entspricht. Im Gegensatz zum gleichnamigen Trickfilm ist sie im Film noch mehr auf Eigenständigkeit und als Vorbild aller Frauen gezeigt. Sie lässt sich nichts sagen und zieht ihr eigenes Ding durch. Für mich ist Belle eine der besten Disneyprinzessinen, weil ihre Message heute noch dringender ist als damals. Emma Watson ist meiner Meinung nach eine hervorragende Besetzung für diese Rolle. Besonders wenn man neben dem Showgeschäft ihre Rolle in diversen Projekten zum Thema Frauenrechte betrachtet. 

Auch das Biest ist im Film gut gelungen. Von allen macht er die grösste und beste Wandlung durch. Als männlicher Hauptprotagonist wird er und seine Geschichte dem Publikum gleich von Anfang an näher gebracht. Leider kann ich mich der oben aufgeführten Meinung zum Cast hier nicht anschliessen. Dan Stevens entspricht nicht ganz meinen Vorstellungen eines Prinzen. Das er als Schauspieler mit seinem Gesicht die meiste Zeit des Filmes nicht präsent ist, ist mir durchaus klar. Ich spreche hier aber auch nicht auf sein Äußeres an, sondern auf seine Performance in einer gewissen Szene. Mehr dazu findet ihr unter dem Punkt Kritik.

Le Fou ist wohl der interessanteste Nebencharakter in der ganzen Verfilmung. Disney hat hier den ersten Schritt in eine richtige Richtung gemacht und endlich auch mal ein Charakter gezeichnet, welche durchaus Gefühle für einen Mann hegen könnte. Dafür gibt es ein grosses Lob. Ich als Zuschauerin litt in manchen Szenen mit Josh Gad mit.

Mein absoluter Hasscharakter (und ich glaube da stimmen mir alle zu) ist Gaston. Ein wunderbares Beispiel für einen narzisstischen, arroganten, über alles erhabenen Mistkerl. Luke Evans haucht Gaston ein fast schon beängstigend glaubwürdiges Leben ein.

Effekte

An manchen Stellen sah das Biest zu sehr nach Computermaske aus, aber ansonsten ist an den Effekten nichts auszusetzen. Viele Nebencharaktere sind aus dem Computer stammende Figuren, wie zum Beispiel der Kerzenleuchter oder die Uhr. Mein Favorit aus den zum Teil putzigen und wunderschönen Gegenstände waren die Tasse und die Kanne. Aber auch die Kommode und die beiden anderen waren ein Highlight und im Grunde genommen waren ihre Geschichten genau so interessant (wenn manchmal nicht so gar interessanter) als die Hauptgeschichte selber.

Musik

Wer den Trickfilm des Märchenklassikers kennt, dem werden die meisten Songs bekannt vorkommen. Es wurden ein paar neue Songs noch dazu geschrieben und meiner Meinung nach, hat man es in manchen Szenen damit übertrieben. Ich mochte zwar jedes Lied und die Botschaft dahinter, aber ein Film sollte nicht nur aus Songs bestehen und leider kam es mir manchmal so vor. Ich behalte mir vor, die Singleistung der Schauspieler zu beurteilen, weil ich den Film auf Deutsch gesehen habe. Der Soundtrack auf Youtube klingt auf jeden Fall gut.

Kritik

So leid es mir für Jene tut, die den Film in den höchsten Tönen loben und sogar mehrmals im Kino waren, ein paar Kritikpunkte habe ich.

  1. Die Synchronisation. Ich beginn leider den Fehler mir den Film auf Deutsch statt auf Englisch anzusehen, und gelinde gesagt war es eine Katastrophe. Ein Beispiel gefällig? Wenn der Schauspieler in der Originalsprache schon lange den Satz beendet hat und die deutsche Fassung noch weiter sprich ist etwas falsch gelaufen. Eine Frau eine Reihe vor mir musste deswegen die ganze Zeit lachen, weil es teilweise zu wirklich sehr komischen Situationen geführt hat. Sollte eigentlich nicht passieren. Wer den Film noch nicht gesehen hat, tut euch selber einen Gefallen und geht in die englische Version.
  2. Die Emotionen. Ich werde hier nicht genauer ins Detail gehen weil ich nicht spoilern möchte, aber es gibt eine ganz gewisse Szenen zwischen Dan Stevens und Emma Watson welche überhaupt keine Emotion transportiert hat. Weswegen ich Dan Stevens auch nicht für den perfekten Cast halte.
  3. Der Film ist viel zu lang. Es gab in der Mitte für den Zeitraum von ca. 30 Minuten eine Phase in der das Ganze viel zu zäh und langweilig wurde. Die Geschichte plätscherte einfach so vor sich hin, ohne das was passiert wäre.

Fazit

Ich bin von den Film weder enttäuscht noch grossartig begeistert. Bis jetzt habe ich Personen getroffen, welche von dem Film sehr bis gar nicht begeistert waren. Ich denke es kommt immer auf den Zuschauer selber darauf an, ob er ,,die Schöne und das Biest“ mochte oder nicht. Meiner Meinung nach ist er 3/5 Sternen wert.

Schriftzug Laura

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7 Gedanken zu “[FILMREVIEW] Die Schöne und das Biest

  1. Ich bin ganz deiner Meinung! Das Biest hätte ich mir nach der Verwandlung zum Mensch auch anders vorgestellt. Über die deutsche Synchronisation brauchen wir gar nicht erst reden so schlecht wie die war. Und mit den Liedern hatte ich auch den Eindruck, dass es ein wenig erdrückend war. Vielen Dank für diese ehrliche Rezension! Ich würde trotzdem 4/5 Sternen verteilen😊

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  2. Jaaa ich war auch nicht restlos begeistert vor allem die Synchro der Lieder auf Deutsch fand ich schrecklick, es wirkte auch einfach nicht und zu lang war er definitiv, ein wenig kürzer hätte vollkommen ausgereicht =)

    Schön, dass nicht nur nur ich nicht vollkommen begeistert war 😉

    Liebste Grüße,
    Vivka

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