Rezension: Wär mein Leben ein Film, würde ich eine andere Rolle verlangen

Buch: Wär mein Leben ein Film, würde ich eine andere Rolle verlangen
Reihe: Neinwar-mein-leben-ein-film-wurde-ich-eine-andere-rolle-verlangen
Original: Deutsch
Autorin: Cornelia Franke
Verlag: CBJ
Seitenzahl: 280 Seiten
Erschienen: Juli 2016

Inhalt

Jess‘ große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt … (Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Waer-mein-Leben-ein-Film,-wuerd-ich-eine-andere-Rolle-verlangen/Cornelia-Franke/cbt/e474312.rhd)

Meine Meinung

Ich durfte das Buch in einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und habe das Buch deshalb von der Autorin bekommen. Als ich das kleine Päcken öffnete flogen mit total süsse und viele Buchzeichen entgegen, welche passend im Stil vom Buch gestaltet worden sind. Dazwischen waren Postkarten mit richtig tollen Sprüchen drauf und als wäre das noch nicht genug, hat die Autorin mein Exemplar auch noch persönlich signiert und mit einer tollen und passenden Widmung versehen. Vielen Dank noch einmal *_* ich habe mich so sehr darüber gefreut J Wie mir das Buch gefallen hat und wieso es trotzdem nicht für 5 Sterne gereicht hat, folgt jetzt in meiner Rezension:

Charaktere

Die Hauptperson ist Jessica kurz Jess genannt. Sie ist 16 und ein Nerd. Was sie zu einem Nerd macht? Sie liebt Filme und Serien über alles und besucht deshalb auch bis zu 3 mal pro Woche das städtische Kino. Jessica ist eigentlich ganz normal und mir persönlich war sie gleich von der ersten Seite an sehr sympathisch, weil nicht nur ihr Zimmer ähnlich aussieht wie meins (statt Filmrequisiten sind es bei mir Buchzbehör) sondern weil sie sich genau wie ich in ihrem Tagträumen verliert und sich Szenen vorstellt. Unsere Protagonistin muss im Laufe der Geschichten viele Hürden überstehen, darunter Mobbing und ihre Vergangenheit, mit welchen sie sehr realitätsnah umgeht. Die Autorin hat hier ein Mädchen beschrieben, die sehr gut auch eine von uns sein könnte.

Als Nebencharakter haben wir Jessicas beste Freunde Marvin, Lisa, Tom und ich würde auch Olaf dazu zählen. Genau wie Jessica sind auch sie sehr filmbegeistert und werden ebenfalls etwas nerdy beschrieben. Ich mochte die ganze Clique echt gerne und hätte liebend gerne auch solche Freunde. Ihnen ist es im Prinzip echt egal was andere von ihnen halten und sie stehen Jessica immer mit Rat und Tat zur Seite. Jeder wird zwar etwas genauer beleuchtet, obwohl Lisa und Marvin etwas mehr im Vordergrund stehen.

Erwähnen sollte man hier auch noch Jessicas Vater, der die typische Vaterrolle verkörpert. Am Anfang erschien er mir sehr unsympathisch und kalt. Das ändert sich aber im Laufe der Geschichte.

Inhalt

Nach der Kurzgeschichte habe ich mich auf eine lustige, fröhliche und leichte Contemporary Geschichte eingestellt, welche dem typischen Muster folgt. Ich habe mich getäuscht. Nach ein paar Kapitel nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung, welche sehr viel tiefer und berührender wird, als man denkt. Jessica muss sich etwas aus ihrer Vergangenheit stellen und die Probleme damit bewältigen. Die Autorin schafft hier eine Geschichte, welche sehr viele aktuelle Themen aufgreift und mit welcher immer mehr Menschen v.a. Jugendliche zu kämpfen haben. Dieser Teil war für mich sehr gelungen und erschreckend realistisch dargestellt. Die Auflösung um den Schicksalsschlag aus der Vergangenheit war mir nach dem grossen Spannungsaufbau etwas zu wenig. Für mich hätte es eine Spur dramatischer und ,,schlimmer“ ausfallen können, weil ein grosses Aufsehen darum gemacht wurde. Trotzdem war es gut. Daneben gab natürlich eine Liebesgeschichte, ihr dürft also ruhig aufatmen, weil der Loveintrest wirklich süss ist (by the way, WO GIBT ES DENN SOLCHE TYPEN IN DER REALITÄT? Ich will auch so einen). Leider ist für zu wenig Gefühl beim Lesen rübergekommen. Jessica schien mir nicht aufrichtig in Marvin verliebt zu sein. Mehr Kritikpunkte habe ich nicht.

Die Idee mit dem Bloggen fand ich richtig genial. Sehr viele bloggen heute und gerade im Zusammenhang mit Jesscias Leidenschaft war es einfach schön zu sehen, wie sie dadurch eine Menge bewältigen konnte.

Schreibstil

Der Schreibstil fand ich gut. Es ist schön beschrieben, einfache und klare Sätze und keine unnötigen Ausschweifungen vorhanden. Ein Higlight für jeden Filmnerd und Serienjunkie sind die vielen kleinen Andeutungen und Verweise auf zahlreiche Filme und Serien. Es ist unglaublich cool während des Lesens mit zu raten, welche die Autorin gemeint haben könnte. Wer es genau interessiert kann auf Lovelybooks bei der Leserunde die Auflösungen lesen. Ein Beispiel aus den ersten Kapiteln ist die blaue Telefonzelle ^^ Na wer weiss die Antwort aus welcher Serie oder Film dieser Hinweis stammen könnte?

Cover

Zum Cover muss ich glaube ich nichts sagen. Popcorn und rosa? Perfekt J

Fazit

Eine Story, welche mit einer unkonventionellen Wendung das Genre wechselt und darin die Probleme der heutigen Jugend analysiert. Trotz ein paar Kritikpunkten ein tolles Buch und eine Leseempfehlung.

Von mir gibt es 4 Sterne.

Schriftzug Laura

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6 Gedanken zu “Rezension: Wär mein Leben ein Film, würde ich eine andere Rolle verlangen

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