{Rezension} Lady Midnight – Cassandra Clare

Fakten

Buch: Lady Midnight
Reihe: Die dunklen Mächte Band 1
Orginal: Englisch
Autorin: Cassandra Clare
Verlag: Goldmann (Randomhouse)
Seitenzahl:
ca. 840
Erschienen:
Mai 2016

 

 

Inhalt

Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die
17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet
wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften
bis aufs Blut gegeneinander und die Schattenjäger, die Erzfeinde der
Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis
heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden,
sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben
mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen und Emma hat
Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt … –Quelle

Meine Meinung

Ich bin ein grosser Shadowhunter Fan und habe mich richtig auf das Buch gefreut. So sehr, dass ich vor Freude fast gekreischt hätte, als ich das neue Cassandra Clare Buch endlich in den Händen halten konnte. Das Buch ist im Frühling erschienen, sprich im Mai, und wir schreiben nun Mitte August 2016. Ich habe also 4 Monate für das Buch gebraucht, ich finde, dass sagt schon einiges aus. Leider hat das Sprichwort ,,Was lange wärt wird endlich gut“ hier nicht ganz recht, denn das Buch hat mich leider enttäuscht. Wieso und weshalb erfahrt ihr nun in meiner Rezension.


Charaktere
Als Nebencharakter wurde uns Emma ja bereits in ,,City of heavenly fire“ vorgestellt, auch wenn sie dort um einiges jünger war als hier. Nun ist sie die Hauptfigur und ähnelt ihrem Verhalten nach ziemlich Jace aus der Mortel Instruments Reihe, oder sollte es zumindest. Ja sie ist ein Badasscharakter, der sich nichts sagen lässt und ihr Ding durchzieht, aber leider nicht ganz so wie ihr grosses Vorbild. Teilweise war sie mir zu Sentimental und hat zu oft ihre Meinung geändert oder sich von Julian beeinflussen lassen. Das ständige vergleichen mit Jace hat sie in meinen Augen auch nicht eigenständig handeln lassen, was der Story einen faden Beigeschmack verleiht hat. Emma wäre ein toller Charakter aber als Abklatsch von Jace kann sie leider nicht mithalten. Dann gibt es da noch Julian. Was soll man über ihn sagen? Ich fand ich eigentlich sympathisch und seine Handlungen waren durchaus nachvollziehbar, aber mit der Zeit ging mir sein ständiges Gejammer auf die Nerven. Ich meine, klar hat er eine schlimme Zeit hinter sich und ja er muss auf all seine Geschwister aufpassen und sich ständig selber aufopfern aber nach 300 Seiten hat man davon genug mitbekommen. Er war mir teilweise auch einfach zu weich und dann wurde er immer wieder als perfektes Abbild eines Adonis beschrieben. Das Problem welches ich mit den Hauptcharakteren hatte, machte auch vor den Nebenfiguren keinen Halt. Malcom war mir zu sehr an Magnus angelehnt, was ich total schade fand. Ich finde Magnus absolut genial aber Malcom hätte man auch etwas anderes gestalten können. Ebenso auch die Tutorin. Ich hatte manchmal echt das Gefühl, dass sich Frau Clare fast 1 zu 1 an ihren alten Figuren orientiert hat. Etwas neues und spezielles fand ich in Tiberius. Er ist mir als Charakter zwar unsympathisch aber seine Wandlung am Ende hat mir dennoch Hoffnung auf den zweiten Band der Reihe gemacht. Seine neuen Ambitionen lassen ihr eventuell sogar zum interessantesten und Lieblingscharakter aus der neuen Reihe werden. Ebenso war auch Marc eigentlich kein schlechter Gast hier, auch wenn auch er die eine oder andere Schwäche hatte. Die meisten anderen Hauptpersonen waren mir einfach nicht spannend genug und haben mich zeitweise auch einfach nur noch genervt.

Inhalt

Der Klappentext klang genial und dann kamen die ersten 300 Seiten und ich dachte mir nur so; okay?! Es ging nur um die ,,Liebesgeschichte“ zwischen Emma und Julian und welch schweres Schicksal sie doch zu ertragen hatte und dies und das und jammer, jammer, jammer. Jace hatte es auch nicht leicht und er hat bei weitem nicht so rumgejammert wie die Beiden. Die Geschichte kam irgendwie nicht vorwärts und es hat mich ernsthaft aufgeregt, dass nichts passiert ist. Nach 300 Seiten wurde es dann etwas besser aber ich fand die Geschichte nicht gut. Für mich war es ein zu grosser Abklatsch und Wiederholung der ,,Mortel Instruments“- Reihe, wenn auch kein guter. Ich habe die Figuren aus der anderen Reihe auf jeder Seite schmerzlich vermisst. Gegen Ende sollte dann die Wendung alles ändern und wahrscheinlich noch mal für einen ,,OMG“ Moment sorgen, leider nicht bei mir. Ich fand es in Ordnung und eigentlich nicht schlecht aber der grosse Plottwist gab es für mich in diesem Buch nicht. Ebenso war auch das Ende, ich nenne es jetzt mal ,,Epilog“ von Anfang an vorhersehbar. Auch wenn ich keine Ahnung habe was das für ein Effekt auf Emma und Julian haben soll. Der Fokus lag für mich zu sehr auf der Liebesgeschichte und für mich hatte das wenig mit der Shadowhunter Welt zu tun. Teilweise kam ich mir vor als würde ich ein Contemporary Roman lesen und auch kein guter. Bei allen Charakteren ging es nur um Liebe, die verbotene oder die enttäuschte Variante davon. Gesamthaft betrachtet war also auch der Inhalt so gar nicht meins.

Schreibstil

Schreibstil war wie immer top. Cassandra Clare schafft es auch dann den Leser in ihren Bann zu ziehen, wenn der Inhalt zu wünschen übrig lässt. (300 Seiten weniger hätten dem Buch aber trotzdem keinen Abbruch getan)
Cover

Das englische Cover wurde ja fast zu 100% ins Deutsche übernommen. Ich finde es in Ordnung, auch wenn ich die Cover vom Arena-Verlag 1000mal schöner finde. Tut mir leid, ist aber so.

Fazit

Enttäuscht. Ich bin noch nie von einer Spinnoff-Serie so enttäuscht gewesen. Ich liebe die Shadowhunter und ich weis, dass es die Autorin besser kann, weswegen ich mich auch frage, wie so viele Leute dieses Buch in den Himmel loben können. Mir fehlte die Action, die Spannung, die Wendungen, die typischen Shadowhunter-Momente und meine Lieblingshelden. Ich hoffe doch sehr, dass der zweite Band besser wird und ich dieser Welt nicht den Rücken kehren muss.

Von mir gibt es 2.5/5 Sternen.

Ihr könnt mich für diese Bewertung gerne kritisieren, aber wenn ich weis, dass Cassandra Clare es besser kann, erwarte ich durchaus mehr als eine 0815 Contemporary Geschichte mit kopierten Charakteren.

Schriftzug Laura

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3 Gedanken zu “{Rezension} Lady Midnight – Cassandra Clare

  1. Nein, nein, nein ;( Ich habe das Buch schon so lange vor mir hergeschoben weil ich genau diese Angst hatte…nämlich, dass es mich enttäuscht 😦
    Aber na ja vielleicht sollte ich mir endlich mal eine eigene Meinung darüber bilden ;D
    Lg

    Gefällt 1 Person

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